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Santa Rita (978-3-446-26391-8)
Über das Buch
Verschrobene Einzelgänger, zerbrochene Leben, ein abgelegenes Dorf - Tommy Wieringas neuer, hochaktueller Roman

Stadt, Land, Schluss. Zeit seines Lebens hat Paul Krüzen mit seinem Vater auf dem Hof an der deutsch-niederländischen Grenze gewohnt. Seinen Handel hat er nach und nach von Trödel auf Militaria umgestellt und verdient auch an den Neonazis. Als sein einziger Freund Hedwiges eines Nachts in seinem Haus brutal zusammengeschlagen und ausgeraubt wird, hat Paul sofort den Besitzer des Bordells jenseits der Grenze im Verdacht. Tommy Wieringas mitreißender Roman zeichnet das Schicksal der Verlierer in den abgehängten Gebieten mit großer Empathie nach: Was der jahrzehntelange Stillstand aus den Menschen macht und wie Angst und Zweifel plötzlich in Wut und Hass umschlagen.

Über den Autor
Tommy Wieringa, 1967 geboren, ist einer der erfolgreichsten niederländischen Schriftsteller. Er schreibt Romane, Erzählungen, Essays und Reisereportagen. Bei Hanser erschienen Joe Speedboat (Keine Zeit für Helden - Roman, 2006), Der verlorene Sohn (Roman, 2010), Eine schöne junge Frau (Roman, 2015), Niemandes Herr, niemandes Knecht (Hanser-Box, 2015) und Dies sind die Namen (Roman, 2016). Für Santa Rita (Roman, 2019) erhielt er den BookSpot Literaturpreis sowohl in der Kategorie der Kritiker als auch der Leser. 


Rezensionen
"Mit Detailblick und erzählerischem Gespür leuchtet Wieringa die Grenzbereiche europäischer Männerbefindlichkeit aus: schwindelndes Heimatgefühl, gekapptes Selbstvertrauen, Perspektivlosigkeit, diffuser Frust und sich füllende Migrantenlager am Horizont." Joseph Hanimann, Süddeutsche Zeitung, 27.01.20

"Ein witzig-ernster Dorfroman aus der niederländischen Pampa ... Wieringa hat ein sicheres Händchen für die plakative Inszenierung des stetigen Niedergangs, ja einer geradezu in Abwicklung befindlichen Welt ... Es wäre falsch, sich diesen Roman nunmehr als bloß düstere Angelegenheit vorzustellen, denn ab der ersten Seite wohnen ihm auch Witz und Lakonie inne." Jan Weile, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 31.10.19

"Tommy Wieringa erhebt sich nicht über diese Charaktere, gibt sie nicht der Geringschätzung oder dem Spott preis, sondern verschafft ihnen mit viel Einfühlungsvermögen und sprachlicher Subtilität Verständnis, ja sogar Empathie. Auch zeichnet er sie nicht als willenlose Spielbälle des Schicksals, sondern lässt ihnen – wie widersprüchlich ihre Antriebskräfte auch sein mögen – Handlungsfähigkeit und Tatkraft." Bruno Jaschke, Wiener Zeitung, 28.09.2019

„So ein Buch über ein Dorf, das kann man eigentlich gar nicht schreiben. Aber der Wieringa kann das. Weil er über den ganzen Scheiß schreibt und nichts auslässt – und dabei trotzdem so viel Mitgefühl für seine Typen hat, als würde er sie beim besoffenen Billard jede Nacht umarmen.“ Martin Becker, WDR 3 Mosaik, 24.09.19

"Tommy Wieringa lässt zwischen seinen Figuren ein enges Beziehungsgeflecht entstehen. Es ist da – unausgesprochen zwar, aber doch wunderbar erzählt – eine Zärtlichkeit, die anrührt, weil sie der Härte des Lebens abgetrotzt ist und der Einsamkeit." Ulrich Rüdenauer, Deutschlandfunk Büchermarkt, 13.09.2019

"In ‚Santa Rita‘ zeigt Wieringa einmal mehr sein Händchen für kleine und große Bilder.“ Außerdem „verwebt der Autor Plot und Symbolik, ohne dabei Klang und Rhythmus der Sprache aus dem Blick zu verlieren.“ Marten Hahn, Deutschlandfunk Kultur Lesart, 28.08.2019

"Ein bitteres, ernstes und wahrhaftiges Buch." Renée Zucker, rbb Inforadio Quergelesen, 18.08.2019